Marken sind rechtlich geschützte Kennzeichen, die ein Produkt oder eine Dienstleistung individualisieren und damit für den Konsumenten unterscheidbar machen.

Konkurrenten können ohne Eigenleistung in unterschiedlichem Ausmass vom Wert einer erfolgreichen Marke profitieren. Von Piraterie ist die Rede, wenn sämtliche Merkmale identisch nachgemacht werden. Als Nachahmung gelten Kennzeichen, die sich mehr oder weniger stark vom Original unterscheiden.

Nachahmungen bergen für den Konsumenten die Gefahr der Täuschung oder der Verwechslung. Für Hersteller und Händler fällt einerseits die Täuschung als Umsatzverlust ins Gewicht, andererseits gewinnt der Konkurrent durch Einsparungen bei den Markteinführungskosten einen Wettbewerbsvorteil.

«Markenschutz leicht gemacht» (PDF 23 Seiten; 1,5 MB)

 

Parallelimporte

Der Gesetzgeber und die Gerichte sind immer wieder versucht, die sogenannte Erschöpfung von Markenrechten restriktiver anzuwenden. Das heisst, dass die Hauptfunktion der Marke auf die Identifizierung der Herkunft beschränkt wird. Sind die Produkte einmal in Verkehr gebracht, kann der Inhaber der Markenrechte seine Schutzansprüche gegenüber dem weiteren Vertrieb seiner Erzeugnisse nicht mehr geltend machen.

Die dadurch ermöglichten Parallelimporte beeinflussen die Preise; ein Argument, das von den Kartellwächtern begrüsst wird. Viel bedeutsamer sind aber die Auswirkungen auf eine Marke durch die Unterlaufung des Vertriebssystems: Echtheit, Qualität und Sicherheit sind nicht mehr garantiert. Handel und Markeninhaber befinden sich somit in einem dauernden Spannungsfeld bezüglich der Frage, wer die Kontrolle über eine Marke innehat.